Bindungsorientierte Schwangerschaftsbegleitung (B.O.B.S.)/Bindungsanalyse -Kommunikation mit dem Ungeborenen

 

Was ist B.O.B.S./Bindungsanalyse?

 

Die bindungsorientierte Begleitung in der Schwangerschaft (kurz B.O.B.S) bietet die Chance mit seinem ungeborenen Kind bereits in der Schwangerschaft bewusst Kontakt aufzunehmen. Mutter und Kind teilen sich einen gemeinsamen Körper, so ist eine Kommunikation zwischen beiden in Tiefenentspannung (ähnlich einer Hypnose oder tiefen Meditation) möglich. 

 

 

Wie wird die B.O.B.S. durchgeführt?

 

Die Schwangere wird regelmäßig gezielt in die Tiefenentspannung geführt und lernt unter Anleitung immer bewusster mit ihrem Kind zu kommunizieren. Nach wenigen Sitzungen kann sie bereits einen deutlichen Dialog mit ihrem Baby beginnen. Jede Sitzung greift ein Thema aus der Biografie der Mutter/Eltern auf oder aktuelle Geschehnisse, die Stress und Anspannung bewirken.

Die Mutter durchläuft einen eigenen Reifeprozess, indem sie alte Bindungs- und Verhaltensmuster aufdeckt und ggf. löst. Gleichzeitig signalisiert sie dem Kind, dass es sicher und geborgen wachsen und es es selbst sein kann.

 

 

Geburtsvorbereitung

 

Die Dialoge führen ab der 36. SSW in die Geburtsvorbereitung, in der das Baby lernt Abschied von der vertrauten Umgebung zu nehmen, während die Schwangere lernt loszulassen. Das ist ein sehr intensiver Prozess, der die Wehenarbeit und das Bonding im Wochenbett deutlich erleichtert. Auch Besonderheiten, wie ein geplanter Kaiserschnitt oder die Geburt aus Beckenendlage, können hier bewusst vorbereitet werden.

 

 

Für wen?

 

Prinzipiell ist die Methode für jede Schwangere geeignet, die sich intensiv mit sich selbst und ihrem Kind befassen will und eine selbstbestimmte Geburt anstrebt.

Frauen, die belastende Geburtserfahrungen, Fehlgeburten oder ähnliche Belastungen erlebten, haben die Möglichkeit Ängsten und Spannungen gezielt entgegenzutreten und diese ggf. aufzulösen.

 

Schwangere, die ein behindertes Kind erwarten oder zuvor ein Kind mit Autismus geboren haben, können die Kommunikation bereits im Mutterleib fördern, um das Baby gezielt auf unsere Welt vorzubereiten und die Bindung zu stärken. 

 

 

Praktisches

 

Die Begleitung sollte in der Frühschwangerschaft beginnen, spätestens um die 18.-20. SSW. Ein späterer Beginn oder eine auschließliche Geburtsvorbereitung sind im Ausnahmefall möglich.

Die Sitzungen finden kontinuierlich alle ein bis zwei Wochen statt.

Basis für die Sitzungen bildet das ausführliche Beantworten der Anamnesefragen zur Biografie der Mutter und der Familie und der gegenwärtigen Lebenssituation am Anfang der Begleitung.

Die Sitzungen können bei einem persönlichen Treffen oder online durchgeführt werden und dauern etwa 1 bis 1,5 Stunden.

 

 

Wie beginnen?

 

Ein erstes unverbindliches Gespräch, genauere Informationen, das Zusenden der Anamnesefragen und eine Vorbesprechung der Themen, die sich aus der Anamnese ergeben, bilden den Anfang.

 

 

Kosten

 

Bindungsanalyse-Sitzungen

(Anamnese, Beratung, Babystunden zur Kommunikation mit dem Ungeborenen): 45 € (60 min)

Paket von 5 Sitzungen = 220 €

 

Bei Hausbesuchen werden zusätzlich Fahrtkosten berechnet.

 

 

Die B.O.B.S. ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Für Frauen mit geringem Einkommen besteht die Möglichkeit einzelne Sitzungen in meiner Hebammensprechstunde in der CVJM- Familienarbeit "Das Nest" in Seelow zu besuchen. Die Kapazitäten sind jedoch begrenzt.

Bitte sprecht mich an, wir finden eine Lösung.

 

 

 

 

 

B.O.B.S./Bindungsanalyse - fachlicher Hintergrund

Die bindungsorientierte Begleitung in der Schwangerschaft enthält wesentliche Elemente der Bindungsanalyse. Diese wurde von Therapeuten entwickelt, um die Bindung der Schwangeren zu ihrem ungeborenen Kind und die des Babys zur Mutter zu fördern. Hidas und Raffai hatten durch ihre Arbeit mit psychisch kranken Jugendlichen festgestellt, dass Bindungsstörungen mit allen negativen Folgen schon im Mutterleib ihren Anfang nehmen.

Nachdem sie die Methode entwickelt und angewandt hatten, stellte sich heraus, dass die Schwangerschaften und Geburten der begleiteten Frauen deutlich entspannter verliefen, die Schwangeren mit weniger Angst in die Geburtsarbeit gingen und weniger an Wochenbettdepressionen erkrankten.

Die Kinder schienen sofort interessierter an ihrer Umwelt, entwickelten einen gesunden Schlafrhythmus und hatten verkürzte Schrei- und Unruhephasen. Sie fielen auch in der späteren Entwicklung durch ihre ausgeprägten sozialen Kompetenzen auf.

 

Die Rate an Kaiserschnitten, geburtshilflichen Eingriffen und die Zahl der Frühgeburten verminderte sich im Vergleich zu anderen Frauen.

Christa Balkenhol Wright ist zertifizierte Bindungsanalytikerin und erweiterte die Bindungsanalyse durch eigene Elemente wie die Begleitung bei Zwillingen. Daraus entstand die bindungsorientierte Begleitung in der Schwangerschaft (B.O.B.S.).

Im Projekt "Maia Márica" ergänze ich die B.O.B.S.-Methode mit eigenen Elementen, um sie individuell abzurunden und noch individueller zu gestalten.

 

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